Ein hinkender Vergleich.

Am Wochenende wurde viel dialogisiert. Während ich mit meinem Pfarrgemeinderat zur Klausurtagung zusammentrat, traten in Berlin die versammelten deutschen Fußballfans zum Kongress zusammen. Hat erst mal nicht viel miteinander zu tun, möchte man meinen. Für mich ergeben sich da aber erstaunliche Parallelen.

Im katholischen Pfarrgemeinderat haben wir uns mit dem sogenannten Dialogprozess auseinander gesetzt. Worum geht es dabei? Im Grunde genommen ist das eine groß angelegte Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, die einen fundierten Austausch von Laien und Kirchenleitung zu aktuellen Themen und Problemen der katholischen Kirche (in Deutschland) zum Ziel hat. Die Fußballfans wiederum haben sich intern, wie auch im Gespräch mit Verbandsfunktionären, über aktuelle Themen und Probleme zwischen Fans, Vereinen und Verband im deutschen Fußball auseinandergesetzt.

Im Fußball ist das Problem, dass sich Fans zunehmend von den Vereinen und dem Verband entfernen, weil sie sich nicht ausreichend respektiert und wertgeschätzt fühlen. In der Kirche ist das Problem, dass sich die Gläubigen zunehmend von der Kirchenleitung entfernen, weil sie sich nicht ausreichend respektiert und wertgeschätzt fühlen. Oh, sagte ich das bereits?

Im Fußball gab es in der Vergangenheit Gespräche zwischen Anhängern und Leitungsebene, die sich mit Wünschen betreffend geeigneter Ausdrucksformen der Verbundenheit und angemessener Repräsentation der Mitglieder und Sympathisanten auf Entscheidungseben befassen sollten. Diese Gespräche lieferten keine nennenswerten Ergebnisse. In der Kirche gab es in der Vergangenheit Gespräche zwischen Anhängern und Leitungsebene, die sich mit Wünschen betreffend geeigneter Ausdrucksformen der Verbundenheit und angemessener Repräsentation der Mitglieder und Sympathisanten auf Entscheidungsebenen befassen sollten. Diese Gespräche lieferten keine nennenswerten Ergebnisse. Ähem, mir deucht, ich wiederholte mich.

Ja gut, zugegeben. Der Vergleich hinkt auf allen Gliedmaßen. Trotzdem ist er mir einfach so gekommen. Wie gesagt, Parallelen lassen sich jedenfalls erkennen. Vielleicht können die jeweiligen Gesprächsprozesse ja voneinander lernen. Ich werde das bei nächster Gelegenheit mal ausprobieren und die Bistumsleitung mit dem DFB vergleichen. Wobei ich natürlich von unserem Bischof deutlich mehr halte, als von Theo Zwanziger. 😉

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