Der Isländer und ich.

Ich bin eigentlich ständig auf der Suche nach schönen neuen Stücken, die ich auf der Gitarre spielen kann. Ich bin selber in der Hinsicht leider schrecklich unkreativ und spiele daher am liebsten Werke anderer nach.

Aktuell war ich auf der Suche nach einem schönen, ruhigen Instrumentalstück, das sich zu bestimmten Anlässen als Hintergrundbegleitung eignet. Mir ist dann eingefallen, dass Oláfur Arnalds ja mittlerweile die Partituren für eine ganze Reihe seiner Stücke frei auf seiner Seite zum download anbietet.

Also hab ich da natürlich gleich mal vorbei geschaut. Besonders die „Living Room Songs“ haben mich interessiert, da bei diesen das Piano recht simpel und dominant gehalten ist und keine Elektronik zum Einsatz kommt. Ich kann ja schließlich nur eine (Akustik-) Gitarre auf einmal spielen.

Kurzer Einwurf: Die Living Room Songs sind sowieso eines der großartigsten Musikprojekte der jüngeren Vergangenheit! Die EP hat auch nur ganz knapp einen Platz in meinem musikalischen Jahresrückblick verfehlt.

Ich hab mir dann zunächst noch mal alle Stücke angehört und mir überlegt, dass „Tomorrow’s Song“ doch eigentlich machbar sein sollte. Also die Noten runtergeladen und erst mal festgestellt, dass ich das so vom Blatt kaum hinbekommen werde. Noten auf das Griffbrett zu übertragen war noch nie meine Stärke.
Außerdem hat die Gitarre natürlich einen anderen Tonumfang als Klavier. Und ich kann nur begrenzt viele Töne auf einmal spielen (ziemlich genau sechs), welche auch nicht allzu weit auseinander liegen dürfen. Gut, diese Einschränkungen sind bei „Tomorrow’s Song“ glücklicherweise nicht allzu schlimm; im Grunde mussten nur ein paar Bässe dran glauben, die auf der Gitarre einfach nicht spielbar sind.

Jetzt erst mal das Original:

Und so klingt meine Version von dem Stück. Deutlich anders: Viel höher, da ich mit Kapodaster spiele. Weniger „weich“ als am Piano, da ich relativ dünne Stahlseiten auf meiner Dreadnought habe und die Saiten natürlich nicht mit Filzhämmerchen anschlage, sondern mit den Fingernägeln zupfe. Schneller (so ca. 10 bpm), da die Gitarre natürlich wesentlich weniger nachklingt als das Piano; und weil ich etwas ungeduldig bin.

Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut, dass ich dieses Stück so gewinnbringend auf die Gitarre übertragen konnte. Und daran wollte ich euch teilhaben lassen.

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