Herzenslesung #2.

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal eine Lesung hier gepostet, die mir spontan besonders gut gefiel. Man kann ja nun leider nicht mit allen Lesungen immer gleich viel Anfangen. Manche Texte erschließen sich dem Zuhörer nur schlecht, andere trägt man dafür eine ganze Zeit mit sich herum. Und da das eine sehr subjektive Sache ist, will ich in Zukunft öfter mal einen Lesungstext oder eine Stelle aus dem Evangelium hier festhalten. Eben solche, die mir persönlich besonders gut gefallen haben.

Letzte Woche war ich – eher zufällig – am Montag in einer Werktagsmesse und habe – ebenso zufällig – die Lesung zum Gedenktag der Heiligen Rupert und Vergil gehört (hier kann man ein bisschen zu ihrer Vita nachlesen). Die Lesung stammt aus dem 13. Kapitel des Hebräerbriefes (Verse 7 bis 10 und 14 bis 17):

Brüder! Denkt an eure Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben; schaut auf das Ende ihres Lebens, und ahmt ihren Glauben nach! Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Lasst euch nicht durch mancherlei fremde Lehren irreführen; denn es ist gut, das Herz durch Gnade zu stärken und nicht dadurch, dass man nach Speisevorschriften lebt, die noch keinem genützt haben. Wir haben einen Altar, von dem die nicht essen dürfen, die dem Zelt dienen. Denn wir haben hier keine Stadt, die bestehen bleibt, sondern wir suchen die künftige. Durch ihn also lasst uns Gott allezeit das Opfer des Lobes darbringen, nämlich die Frucht der Lippen, die seinen Namen preisen. Vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen; denn an solchen Opfern hat Gott Gefallen. Gehorcht euren Vorstehern, und ordnet euch ihnen unter, denn sie wachen über euch und müssen Rechenschaft darüber ablegen; sie sollen das mit Freude tun können, nicht mit Seufzen, denn das wäre zu eurem Schaden.

Vielleicht kein großes Wunder, dass ich mich für diesen Aufruf zum Gehorsam gegenüber „den Vorstehern“ erwärmen kann. 😉 Aber der Text enthält ja nicht nur diesen Aufruf zur Unterordnung, sondern auch zur Standhaftigkeit im Glauben. Besonders betont werden die guten Taten, die Caritas, die so viel wichtiger ist als das blinde Befolgen von nutzlosen Vorschriften. Und auch der geforderte Gehorsam ist keine Einbahnstraße. Denn die „Vorsteher“ haben eine verantwortungsvolle Aufgabe, die sie nur dann zum Vorteil aller erfüllen können, wenn sie dabei unterstützt werden.

Eine tolle Lesung mit vielen wichtigen Impulsen!

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