Über-Menschlich.

Es hilft nichts. Wenn ich hier nicht wenigstens einen kurzen Gedanken hinterlasse, werde ich mich heute gar nicht mehr auf anderes konzentrieren können.

Ich könnte viel über Dankbarkeit, Unverständnis, Respekt, etc. schreiben. Aber für mich steht heute ein ganz anderer Gedanke im Vordergrund.

Der Rücktritt des Papstes macht auf wunderbare Weise deutlich, dass das Amt des Bischofs von Rom größer ist als der Mensch, der es ausübt. Dieser Rücktritt verdeutlicht tatsächlich die Kontinuität des Papsttums. Es ist eben keine Aneinanderreihung verschiedener Regenten, die quasi zufällig den gleichen Titel führen. Das Amt ist immerwährend und verschiedene Menschen verkörpern es für den für sie jeweils vorgesehenen Zeitabschnitt. Der Papst steht als Oberhaupt zeichenhaft für die ganze Kirche. Diese Rolle kann ein Mensch gar nicht ausfüllen, diese Rolle ist im besten Sinne des Wortes über-menschlich. Und indem der Papst sagt „ich habe meine Zeit in dieser Rolle gehabt, ein anderer soll sie nun weiterführen“, erweist er diesem Amt vielleicht den größten Dienst überhaupt.

Und wir stehen ehrfürchtig da und sind Zeugen dieser großen Tat. Danke.

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