Selbstverschuldet.

Vorgestern fragte Frederic Huwendiek auf Twitter nach Beispielen für innovative kirchliche Netzpräsenzen. Klar, dass da gleich einige der üblichen Verdächtigen drauf geantwortet haben.

Die Recherche diente einem Beitrag zu eben diesem Thema im Morgenmagazin im ZDF. Hier kann man nachsehen, was daraus geworden ist.

Als ich das gestern gesehen hatte, war ich im ersten Moment etwas sauer. Da kennt man doch etliche bessere Beispiele für gute kirchliche Kommunikation im Netz, hat ständig mit anderen Kirchenleuten Kontakt per Internet und trifft sich dann auch noch mit einer beachtlichen Meute offline, um die Kirche auf eine neue Ebene zu denken.

Aber mir ist dann schnell klar geworden, dass wir wahrscheinlich alle viel zu tief in unserem eigenen Kreis stecken um zu merken, dass wir von außen kaum wahrgenommen werden. Wenn ich mich durch zweieinhalb Tausend Tweets über #kirchehoch2 klicke, dann ist das nicht verwunderlich, wenn ich das für ziemlich viral halte. Aber zur Wahrheit gehört halt auch, dass an der gesamten Debatte nicht wirklich viele Twitterer beteiligt waren. Im Vergleich zu anderen Themen.

Ich habe es neulich schon einmal festgestellt: Wenn die Kirche in der öffentlichen Berichterstattung nicht gut wegkommt, dann liegt das im Zweifelsfall nicht an der Berichterstattung, sondern an der Kirche.

Also: Lasst uns einfach noch lauter, noch wahrnehmbarer und vor allem noch besser von Kirche und vom Glauben reden. Ein toller Anfang wurde beispielsweise letztes Jahr mit dem Hashtag #70Prozent gemacht…

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