Mein Adoptivkind.

Giuseppe Bertello wurde am 1. Oktober 1942 in Foglizzo bei Turin in Norditalien geboren. Nach dem Theologiestudium wurde er mit 24 Jahren zum Priester geweiht. Im Anschluss begann er eine Ausbildung an der Päpstliche Diplomatenakademie Pontificia Ecclesiastica Academia und trat in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. Nach Stationen in verschiedenen Nuntiaturen und Missionen wurde er selbst 1987 erstmals zum Nuntius für Ghana, Togo und Benin ernannt. Im gleichen Jahr empfing er die Bischofsweihe. 1995 bis 2000 war er der Apostolische Nuntius bei den Vereinten Nationen. 2007 bis 2011 war er Apostolischer Nuntius in Italien und San Marino. Ende 2011 wurde er von Papst Benedikt zum Präsidenten der Päpstlichen Kommission für den Staat der Vatikanstadt und zum Präsidenten des Governatorats des Staats der Vatikanstadt, also zum Regierungschef des Vatikans ernannt. 2012 nahm ihn der Papst in das Kardinalskollegium auf.

Das alles weiß ich aus der Wikipedia. Und wieso erzähle ich das?

Ganz einfach. Ich habe Kardinal Bertello adoptiert. Auf dieser Seite der Jugend 2000 kann man Kardinäle “adoptieren”, die am Konklave teilnehmen werden. Das bedeutet, dass man zufällig einen der Kardinäle zugewiesen bekommt – in meinem Fall eben Bertello – für den man dann während der Zeit der Sedisvakanz (und in den drei Tagen nach der erfolgreichen Wahl) beten soll. Bis jetzt haben das schon über 260.000 Leute getan.

Ich finde das eine ganz großartige Idee. So bekommt man wirklich das Gefühl, seinen kleinen Teil zur Wahl des nächsten Papstes beizutragen. Ich hoffe auch, dass Kardinäle von dieser Aktion etwas mitbekommen, damit sie ihrerseits auch wissen, dass mit ihren Beratungen und der wichtigen Entscheidung nicht allein sind, sondern dass ständig viel tausend Menschen auf der ganzen Welt an sie denken.

Falls ihr noch keinen Kardinal adoptiert habt: Tut es bitte! Das tägliche Gebet hört sich vielleicht für den ein oder anderen etwas anstrengend an, muss es aber gar nicht sein.

Ich habe beispielsweise einfach auf meinem Smartphone einen zusätzlichen Homescreen eingerichtet, auf dem ich ein Bild des Kardinals und sein Wappen hinterlegt habe. Ich habe das Gerät ja nun wirklich ständig in der Hand und so fallen mir die Bilder mehrmals täglich – wenn auch nur flüchtig – ins Auge. So denke ich unweigerlich immer wieder an diesen Mann, der eine so wichtige Entscheidung mitzutragen hat. Tägliches Gebet heißt so für mich eben nicht, dass ich mir jeden Tag eine halbe Stunde Zeit dafür nehme und vielleicht einen Rosenkranz bete, sondern dass ich immer wieder mal einen Gedanken und ein kleines Stoßgebet für ihn übrig habe.

Screenshot Bertello
Screenshot meines Smartphones
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