Change is never fine!

Jetzt hat Google also angekündigt, den wunderbaren Dienst Google Reader einzustellen. Was für eine Horror-Meldung!

Ich nutze den Reader seit geraumer Zeit sehr intensiv und vor allem sehr gerne. Das liegt unter anderem daran, dass ich versuche, den Konsum von Nachrichten auf Verlags- und Presseseiten im weiter herunter zu schrauben und mehr Blogs und andere private Erzeugnisse zu lesen. Sie sind einfach besser. Vielleicht nicht aus einem journalistischem Blickwinkel, aber wenigstens vom Gefühl her.

Und wenn man viele, verschiedene Blogs lesen will, ist ein vernünftiger RSS-Reader das Mittel der Wahl. Bei aktuell gut 150 Feeds in meinem Reader wäre alles andere einfach nicht praktikabel. Auch Twitter ist keine vernünftige Alternative, da erstens etliche dieser Feeds nicht über Twitter ausgeliefert werden und diese zweitens eben auch nur so lange für mich sichtbar sind, so lange ich halbwegs aktuell die entsprechende Timeline lese. Das mache ich natürlich nicht.

Insofern musste ein alternativer RSS-Reader her. Sehr zu meiner Freude hat der freundliche Herr Kohl hier eine ganze Reihe von Alternativen aufgelistet. Ich kann jetzt nicht jeden ausprobieren, also hab ich mal mit der offenkundig von einigen favorisierten Lösung feedly auseinander gesetzt.

Optisch ist das erst mal ein ganz schöner Schock. Ich habe am Google Reader vor allem seine Nüchternheit sehr geschätzt. Aber nach den ersten Stunden Benutzung kann ich feststellen, dass man sich wohl an (fast) alles gewöhnt.

Besonders wichtig war mir auch die funktionale Synchronisation zwischen Mobil-Apps und Browser-App (bzw. bei Google Reader ja eigentlich nur die Webseite). Das scheint bei feedly auch kein Problem zu sein. Die Browser-App ist ganz in Ordnung, die Smartphone-App ist mir persönlich zu bunt und optisch, aber dafür ist die Tablet-App meines Erachtens sehr gut gelungen! Der Herr Breitenbach hatte gesagt, dass die feedly-App für ihn das bessere Flipboard ist und ich will ihm da Recht geben. Man muss sich etwas zurecht finden und mit den verschiedenen Anzeigemodi spielen, aber man bekommt das schnell so hin, dass einem die Präsentation gefällt.

Das „scrollen“ durch die Beiträge ist bei feedly deutlich ungewohnt, aber sehr charmant, wie ich finde. Man hat zwar nicht den besten Überblick über die Anzahl der ungelesenen Beiträge, aber das ist auch nicht so wild.

Auch sehr wichtig für mich war die Einbindung von Pocket, weil ich oft eigentlich keine Zeit habe, meine Feeds zu lesen und dann nur schnell alles in die Pocket packe, wo es dann auch mal getrost ein paar Tage warten kann (das schöne an Pocket ist ja auch, dass die App die Artikel offline bereitstellt und man so bspw. auch in Bus und Bahn ohne Internetanbindung seinen Lesestoff hat). Das war – nachdem ich kapiert habe, wie es geht – auch überhaupt kein Problem.

Ein einziges Problem habe ich jetzt noch zu lösen: Podcasts. Als ich noch iOS genutzt habe, war die Synchronisation mittels iTunes überhaupt kein Problem. Nachdem ich aber auf Android umgestiegen bin, hab ich die Podcasts – wie man das so macht – mit Google Reader abonniert und dann mit der Google Listen App geladen. Ehrlich gesagt habe ich nun keine Ahnung, ob das auch mit feedly funktionieren wird, oder ob ich mir da was anderes suchen muss.

Wenn ich mal von dem Podcast-Problem absehe, bin ich mit feedly also durchaus zufrieden. Ich werde die nächsten Tage mal sehen, ob ich mich auch noch mit der Smartphone-App anfreunden kann. Allerdings ist ja auch noch einige Zeit bis Google tatsächlich abschaltet. Da werde ich mir vielleicht auch noch den ein oder anderen Dienst anschauen.

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