Ich verzichte auf den Verzicht

Schon hat sie wieder begonnen, die österliche Bußzeit. Oder Quadragesima. Oder Fastenzeit. Wie man sie nun auch immer nennen mag, es sind besondere vierzig Tage. Das merkt man insbesondere daran, dass wohl kaum eine andere Zeit des Kirchenjahres noch so präsent im Bewusstsein der breiten Bevölkerung verankert ist. Ich nehme das jedenfalls so wahr, da ich in den letzten Stunden und Tagen erstaunlich viel über verschiedenste Fastenopfer in meiner Social-Media-Blase gelesen habe. Persönlich werde ich auch wieder ein Fasten halten; das ist aber, wie ich finde, doch eine recht private und vor allem unspektakuläre Angelegenheit. Daher habe ich gestern noch einen zusätzlichen Beschluss gefasst:

Etliche der erwähnten Berichte über verschiedenste Ansatzpunkte zum Fasten drehen sich um das Internet und Social Media. Mancher will nur mal etwas weniger Abhängig vom eigenen Smartphone werden, ein anderen verzichtet gleich ganz auf Twitter, Facebook & Co. Das wäre nichts für mich. Ich müsste zwar ganz schön büßen und hätte auch ansonsten nicht viel Spaß, aber es geht bei dieser Bußzeit ja nicht um Selbstkasteiung.

Es geht in erster Linie darum, sich in ehrlicher (Selbst-) Reflexion auf dieses unfassbare Geschehen des Osterfests vorzubereiten. Einmal alle Gedanken sortieren, im Kopf und im Leben aufräumen und überall durchfegen. Und genau da sehe ich einen guten Ansatzpunkt, hier wieder einmal etwas mehr Leben in die Bude zu bringen. In den letzten Wochen musste das Blog nämlich leider etwas liegen bleiben.

Ich werde jetzt sicher nicht bis Ostern jeden Tag einen tollen Artikel raushauen können, aber ich will wenigstens versuchen, mir so oft als irgend möglich die Zeit zu nehmen, einen kurzen Gedanken zum Tag zu formulieren. Thematisch schränke ich mich dabei nicht ein. Wenn man einem Ereignis entgegensieht, dass die ganze Welt zutiefst erschüttert, hat ja sowieso alles irgendwie damit zu tun. Es geht ums Ganze.

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