Lectio brevior vs. kath.net

Manche Artikel warten leider zu lang ungelesen im Reader. So auch dieser grandiose Beitrag von Lectio brevior zur Moral von kath.net

Ganz großes Tennis! 🙂

Und hier der Link:

Lectio brevior vs. kath.net

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Mit Händen und Füßen.

Ich muss mich noch einmal um die Berichterstattung von kath.net zur neuen Sinus-Studie für die Kirche kümmern.

Dass das katholische Nachrichtenportal von der Studie nichts bis überhaupt nichts hält, hat man ja mittlerweile mitbekommen. Und dass das unter anderem daran liegen könnte, dass man dort schlichtweg keine Ahnung von solchen Studien hat und offenbar auch keine Lust, den eigenen Kenntnisstand zu erweitern, kann man zwischen den Zeilen auch locker herauslesen.

Jetzt sucht man aber auch noch Unterstützung für die eigene Meinung aus den Reihen der höchsten Amtsträger. Praktischerweise konnte man direkt Kardinal Marx als Kronzeugen gegen die “umstrittene” Studie gewinnen.

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Für wen halten mich die Leute?

Nun, dass die Beiträge von kath.net mit einiger Vorsicht zu genießen sind und dass man als Leser immer selbst dafür verantwortlich ist, den tatsächlichen Informationsgehalt aus der Propaganda herauszufiltern, sollte jedem klar sein. Und dass die Kommentare von Roland Noé erst recht nicht zimperlich sind, weiß ich als regelmäßiger Leser natürlich auch. Aber bei der Lektüre seiner neuesten Auslassung wollte ich spontan reagieren, wie es Judith Holofernes einst tat.

Ich kann kaum ausdrücken, mit wie viel Wut im Bauch ich heute den Tag verbracht habe. Im kath.net-Kommentar zu aktuellen Sozialstudien und etlichen Reaktionen darauf tritt eine so unfassbare Ignoranz zutage, wie ich sie selbst dem unreflektiertesten Hardcorekatholiken bisher nur schwer zugetraut hätte.

Erst einmal zu den mehr oder weniger harten Fakten:

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Wasser auf die Mühlen.

So habe ich heute Nachmittag getwittert. Doch worum ging’s?

Ich saß gerade im Bus und hatte ein paar Minuten vorher den link zu diesem Text entdeckt. Es handelt sich dabei um die (reichlich späte, wenn ich das richtig sehe) Reaktion von Kardinal Meisner auf die Ergebnisse des Dialogprozesses im Kölner Diözesanrat.

Inhaltlich ist über das Schreiben eigentlich gar nicht so viel zu sagen. Er bedankt sich bei den Laien für ihre wichtige Arbeit, würdigt ihr offenkundiges Interesse an der Entwicklung der Kirche und teilt mit, dass gewisse Punkte lehramtlich so feststehen, dass sie in diesem Dialogprozess nunmal nicht zur Disposition stehen. So weit, so gehabt.

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Entweltlichung jetzt!

Kath.net hat wunderbarerweise diese tolle Ansprache von Christoph Kardinal Schönborn veröffentlicht. Die Rahmenbedingungen der Rede sind zwar interessant, für den Inhalt aber im Grunde unwichtig.

Kardinal Schönborn geht in seiner Rede auf den Gedanken der Entweltlichung der Kirche ein, der mir ja auch sehr am Herzen liegt. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass ein elementares Problem der Kirche unserer Tage darin liegt, dass sie sich zu sehr in säkularen Fragen verliert. Wir, die Kirche, begreifen uns selber viel zu oft nur noch als Institution, viel zu selten als Gemeinschaft der Gläubigen, deren Auftrag die Weitergabe des Evangeliums ist. Kardinal Schönborn formuliert das so:

„Gerade in Staaten, die ein stark kooperatives Verhältnis zu den Kirchen haben – wie Deutschland oder Österreich – ist die Versuchung groß, mehr auf die eigene kirchliche Institution und Organisation zu schauen, als auf die ursprüngliche Berufung des Christen in der Welt.“

Ich bitte doch sehr darum, die Ansprache zu lesen. Es stecken sehr viele gute, wahre Gedanken darin.

Natürlich ändern gute Gedanken wenig bis nichts. Aber wir müssen uns wohl erst ein Gespür für die wirklichen Probleme verschaffen, bevor wir an deren Lösung gehen können.