Im Wald hinterm Haus

Ein später Samstagnachmittag im frühen März. Ich beschließe, das wunderbare Frühlingswetter zu nutzen. Ich gehe also nicht direkt zum Supermarkt, sondern folge erst einmal der Straße; herausfinden, was eigentlich nach der übernächsten Kreuzung kommt.

Erst der Ortsrand, dann der Wald, ein steiler Anstieg, daneben ein Bach, oben strahlender Sonnenschein. Herrlich, so ein Wald hinterm Haus.

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Kulturzeit in München – die Pinakothek der Moderne

Eine Ausbildung am ifp hat eine Menge Vorzüge. Dazu gehören auch die freien Tage in München, die sich während der Kurswochen ergeben.

Den heutigen freien Tag habe ich für einen Besuch in der Pinakothek der Moderne genutzt. Das erste und bis dato letzte Mal hatte ich das Museum vor einigen Jahren bei einer Schulfahrt besucht. Dementsprechend war ich gespannt, wie viel mir noch bekannt vorkommen würde.

Abgesehen von der grandiosen Architektur und der wunderbaren Design-Ausstellung durfte ich aber tatsächlich viel Neues entdecken. Insbesondere war mir sträflich unbekannt, dass die Pinakothek der Moderne auch das Architekturmuseum der TU München beheimatet. Dort konnte ich am vorletzten Tag noch einen Blick auf die Ausstellung „Lina Bo Bardi 100“ zum 100. Geburtstag der brasilianischen Architektin werfen. Auch für mich als Architektur-Noob ein sehr interessantes Erlebnis.

Genug geschrieben. Museen muss man anschauen. Ein paar Impressionen habe ich Euch mitgebracht. Selbst vorbei schauen lohnt sich aber auch sehr!

Samstags im Stadion

München, ein grauer, nasskalter Nikolaussamstag. Während sich in der Innenstadt Tausende über die völlig überfüllten Weihnachtsmärkte wälzen, setze ich mich in die U-Bahn zum Olympiapark, um einen ein Denkmahl der Sportgeschichte zu besuchen. Und es lohnt sich.

Noch mehr Bilder gibt’s bei Flickr.

Jenseits des Protokolls – das Lied von Einigkeit und Recht und Freiheit

IMG_20140723_130030Schon vor einigen Jahren bin ich erstmals über dieses Video auf YouTube gestolpert (siehe unten). 86 Sekunden, bei denen ich jedes Mal wieder Gänsehaut bekomme. Es zeigt einen Ausschnitt der Plenardebatte des Deutschen Bundestages vom Abend des 9. November 1989. Jenseits aller protokollarischen Regeln stehen die Abgeordnete da völlig spontan auf und stimmen die Nationalhymne an. „Einigkeit und Recht und Freiheit“ waren die Gebote dieser Stunde. – Aus dem Archiv des Bundestages habe ich das Protokoll dieser denkwürdigen Debatte herausgesucht und hier dokumentiert. Es ist die Chronologie einer der Sternstunden unseres Bundestages.

Deutscher Bundestag

Stenographischer Bericht

174. Sitzung

Bonn, Donnerstag, den 9. November 1989

Beginn: 9.00 Uhr

Präsidentin Dr. Süssmuth: Guten Morgen, meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!

(Bohl [CDU/CSU]: Guten Morgen, Frau Präsidentin!)

Die Sitzung ist eröffnet.
Der Abgeordnete Schily hat am 7. November 1989 auf seine Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag verzichtet.

(Dr. Bötsch [CDU/CSU]: Wir werden ihn vermissen!)

Als seine Nachfolgerin hat Frau Abgeordnete Kottwitz die Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag erworben, und zwar am 8. November 1989. Ich begrüße die neue Kollegin und hoffe auf gute Zusammenarbeit.

(Beifall)

Ich rufe nun den Zusatztagesordnungspunkt 4 auf:

(…)

Vizepräsident Cronenberg: So, meine Damen und Herren, damit sind wir am Ende der Aktuellen Stunde zum Thema „Schätzung der EG-Getreideernte durch die EG-Kommission“.

Ich kann nunmehr den Tagesordnungspunkt 9 aufrufen:
a) Zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Verbesserung und Vereinfachung der Vereinsbesteuerung (Vereinsförderungsgesetz)
– Drucksachen 11/4176, 11/4305 –

(…)

Vizepräsident Cronenberg: Das Wort hat der Abgeordnete Spilker.

Spilker (CDU/CSU): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Bevor ich zu meinem Thema komme, möchte ich Ihnen eine Meldung vorlesen, die ich im Moment erhalten habe. Weiterlesen

Wie auch wir

Mit der eigenen Schuld umzugehen ist nicht leicht, aber fast noch schwerer scheint mir dieser Tage der Umgang mit fremder Schuld. Ich bin ein Anhänger des FC Bayern München und allein schon aufgrund meines Lebensalters werde ich diesen Club immer mit Uli Hoeneß verbinden. Dieser steht nun vor Gericht, weil er, gelinde gesagt, einen riesigen Bock geschossen hat. Das anzuerkennen, fällt mir nicht schwer. Es ist keine große Herausforderungen, auch ein relativ abstraktes Steuervergehen als Ungerechtigkeit gegenüber der Gesellschaft und damit als Schuld zu erkennen.

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