Ein Protestant erklärt den Katholizismus

Vor einigen Wochen hatte ich ein paar Minuten Zeit, die ich kurzfristig zum Stöbern in einer Buchhandlung genutzt habe. Dabei ist mir ein kleines Büchlein in die Hände gefallen, von dem ich zuvor schon einiges gehört hatte. Und bei einem Preis von ca. 6€ hab ich es einfach direkt mal mitgenommen. Es geht um “Warum werden wir nicht katholisch?” von Andreas Theurer.

Mittlerweile habe ich das Buch (oder besser: den Aufsatz) komplett gelesen und will hier ein paar Anmerkungen zu diesen “Denkanstößen eines evangelisch-lutherischen Pfarrers” (so der Untertitel) machen.

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Die Sache mit dem Priestertum…

Ein beinahe unachtsam eingestreuter Tweet von mir hat die Tage eine recht breite Diskussion auf Twitter ausgelöst. Es ging im Grunde um die Frage, inwiefern sich die protestantische und die katholischen Auffassung vom allgemeinen Priestertum aller Getauften unter Berücksichtigung des jeweiligen Amtsverständnisses unterscheidet. Spannendes Thema!

Um die Debatte auch für nicht Twitterer nachvollziehbar zu machen, habe ich sie hier zusammengefasst.

Nein, ich werde keinen Kommentar…

…zum Aufruf “Ökumene jetzt” abgeben. Ich hab ihn ja noch nicht einmal gelesen. Irgendwie hatte ich keine Lust dazu, als ich die Namen der prominenten Erstunterzeichner gesehen hatte…

Ich hab stattdessen den ein oder anderen Kommentar dazu gelesen. Allesamt nicht sonderlich aufregend; man kennt ja auch die zugehörigen Autoren.

Was allerdings doch irgendwie interessant war, war dieses Interview mit Frau Hasselfeldt zu ihrem Aufruf. Ich hab das gelesen und mir hinterher gedacht: Ja, äh, und nu?

Frau Hasselfeldt bringt in diesem Gespräch doch recht bemerkenswerte Sätze unter. Beispiele:

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Feiertage für alle!

Was hat denn Herrn Bedford-Strohm da bitte geritten? Hat dieser doch tatsächlich verlautbaren lassen, für die Möglichkeit islamischer Feiertag in Bayern zu sein.

Dass er sich diese absurde Idee von FDP-Leuten abgeschaut hat, macht sie nicht wirklich besser.

Ich bin ja nun wirklich ein Freund einer ordentlichen Religionsfreiheit für alle. Und ich finde es auch sehr wichtige, dass Muslime hierzulande ihre Religion ungehindert ausüben können. Aber die Rahmenbedingungen unserer Kultur und Gesellschaft setzt das Christentum und nicht der Islam. (Die Argumentation mit der christlich-jüdischen Tradition ist in diesem Zusammenhang absoluter Unsinn. Schließlich gibt es hier keine jüdischen Feiertage.)

Ich weiß nicht, was diese Anbiederung von Bedford-Strohm an den Islam soll. Jedenfalls finde ich es schwer daneben. Wir können doch froh sein, dass wir im Freistaat Bayern noch ein Bundesland haben, das das Christentum auch vermittels gesetzlicher Feiertage in das gesellschaftliche Kulturgut übernimmt. Wieso sollten wir uns denn freiwillig und ohne Not dem Relativismus hingeben und die über tausendjährige Geschichte des Christentums in unserem Land mit der erst wenige Jahre alten Geschichte des Islam als Minderheitenreligion gleichsetzen?

Nochmals: Nichts gegen die Möglichkeit für Muslime, ihren Glauben auszuleben. Aber so doch nicht… Da hat der Herr Landesbischof sich wohl bei etlichen nicht sonderlich beliebt gemacht.